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Musikproduktionen sind durch die digitalen Produktionsmöglichkeiten deutlich günstiger und trotzdem qualitativ hochwertiger
geworden.
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Es kann ortsunabhängig an verschiedenen Rechnern weltweit an einem Titel gleichzeitig produziert werden.
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Der digitale Vertrieb der Musikproduktionen findet weltweit in den Onlineshops statt; nicht nur lokal.
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Onlinewerbung der Produkte ist durch das Internet weltweit sofort abrufbar.
Neben den genannten Änderungen gibt es dennoch Regeln und Gesetze, die beachtet werden müssen. Der Bundesverband Musikindustrie erklärt einfach und deutlich
in diesem Video die "Hintergründe" einer Produktion, welche auch heute noch gültig sind.
Besonders zu erwähnen ist dabei:
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Die GEMA: Sie führt das Inkasso immer dann durch, wenn Titel von Urheber, welche Mitglieder bei der GEMA sind, öffentlich
aufgeführt, gesendet, verkauft oder mechanisch vervielfältigt werden. Diese Einnahmen werden schließlich nach Verrechnung an die Urheber ausgeschüttet.
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Das Label: Die Labelarbeit hat sich im Gegensatz zu früher stark verändert, zum Nachteil des Künstlers. Auch heute noch denken viele
Künstler:"Ich brauche einen Plattenvertrag, und den bekomme ich nur von einem Label!" Ich rate zur Vorsicht. Einen Künstler-Exclusiv-Vertrag wird jedes Label schnell
unterschreiben, doch meist bleiben die Leistung des Labels aus. Ein Label sollte nicht nur die komplette Produktion bezahlen sondern auch den Photographen, das Artwork,
Marketingmaßnahmen, sondern auch einen Vorschuss an den Künstler, auf zu erwartende Umsätze. Dieses tun die Labels nicht, da sie nicht bereit sind, das Erfolgsrisiko alleine zu
tragen, alle Möglichkeiten nicht anbieten können, oder weil einfach kein Eigenkapital vorhanden ist.
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Der Band-Übernahme-Vertrag: Wenn der Künstler die Möglichkeit hat, Titel in guter Qualität selbst zu produzieren und einem Label
anbieten kann, hat er eine bessere Verhandlungsposition. Jetzt ist nicht nur darauf zu achten, dass man eine höhere Umsatzbeteiligung bekommt, sondern erst recht auf eine
verrechnbare Vorauszahlung. Ist das Label nicht bereit, eine Vorauszahlung zu leisten, brechen Sie die Verhandlungen ab und verkaufen selbst als Künstler Ihre Musik digital,
weltweit in den Downloadshops. Dienstleister gibt es genügend, und Sie verdienen prozentual noch mehr an den Verkäufen, da ein Label nicht mitkassieren wird.
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Die Promotion: Marketingarbeit ist Aufgabe des Labels. Das heißt, dass das Label die Bemusterung der Produktion komplett durchführt.
Bemustert werden beispielsweise Printmedien oder Redakteure der ARD. Das ist die wichtigste Arbeit, die das Label tun muss. Denn wenn nach Produktionsende keiner etwas über den
Künstler weiß oder gehört hat, dann kann auch keiner das Produkt kaufen, weil keiner danach suchen wird. Haben Sie keinen Vertrag mit einem Label? Dann ist Selbstmarketing im
Internet angesagt. Der Erfolg ist alleine abhängig, an Ihrer eigenen Aktivität.
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Die GVL: Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten vertritt nicht nur die Labels, sondern auch die ausübenden
Musiker. Wer Mitglied ist und bei Aufnahmen mitgewirkt hat, erhält Gelder immer dann, wenn die Produktion im Radio oder TV gesendet wird.
Zusammenfassend möchte ich sagen:
Sie müssen selbst entscheiden, mit wem Sie zusammen arbeiten möchten, und ob Sie eine lebenslange Bindung zu einem Label am Anfang wünschen oder nicht. Für
Newcomer empfehle ich den Rat der ARD: "Die Aufnahmequalität der Produktion ist am Anfang für neue Künstler immer das höchste Entscheidungskriterium". (Quelle:ard.de)
Ich als langjähriger Produzent und Arrangeur im Schlager Bereich kenne die Anforderungen der Redakteure. Neben der 3 Minuten Regel sollte auch auf die
Wortwahl und Satzstruktur des Musiktextes sowie auf eine kommerziell und einfache Melodieführung geachtet werden.
ISRC und LC Nummern, die Sie für den Radio- und Fernseheinsatz zur Sendeerlaubnis und korrekten Abrechnung der GVL benötigen, können Sie kostenlos bei immer
mehr Anbietern bekommen. Unterschreiben Sie nicht bei einem Label, nur weil Sie diese Nummern benötigen; der Preis der Bandübernahme steht zu keinem Verhältnis.